Die letzten Jäger und Sammler des Altmühltals.

Mittelsteinzeitliche Funde von der Schellnecker Wänd

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Date:    April 26th, 2017
Time:    20:00
Infophone:    09441/10492

Als vor etwa 12.000 Jahren die letzte Eiszeit endete, begann mit der Mittelsteinzeit ein neuer Abschnitt der Menschheitsgeschichte. Jagten unsere Vorfahren in der Altsteinzeit noch in einer eiszeitlichen Kaltsteppe Mammuts und wollhaarige Nashörner, mussten sie sich im wärmer werdenden Klima dichteren Wäldern und neuem Jagdwild anpassen. Sie entwickelten erfolgreiche Jagdstrategien die ihnen ihr Überleben für weitere 4.000 Jahre sicherten, bis vor etwa 7.500 Jahren Siedler aus dem mittleren Donauraum in den Urwald unserer Region einwanderten, durch Brandrodung Ackerflächen schufen, Niederbayern kolonisierten und die wildbeuterische Lebensweise dadurch abrupt beendeten.

Bis heute stellt dieser Vorgang eines der großen Rätsel der Archäologie dar. Warum verschwanden die Jäger und Sammler innerhalb kurzer Zeit vollständig? Übernahmen sie die Lebensweise der Bauern oder wurden sie vertrieben? Wie kann es sein, dass in so kurzer Zeit eine Lebensweise die Jahrtausende überdauert fast schlagartig verschwindet?

Dr. Richter beleuchtet, wie die letzten Jäger und Sammler lebten, wie sie ihre Lebensweise an das sich stetig ändernde Klima anpassten, wovon sie sich ernährten, welche Kontakte sie hatten und wie viele Jäger und Sammler es eigentlich bei uns gab. Die Antworten auf diese Fragen geben einen Hinweis, auf den Erfolg der bäuerlichen und damit letztlich unserer heutigen Lebensweise.


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